Kochen, ausprobieren und genießen

Tag: Frühstück

Schoko-Croissants

Mrz 162010
Von Tina | 16.03.2010 | Abgelegt unter: Brot & Brötchen, Süße Sünden & Desserts | RSS 2.0 | Tags: , , | Kommentare geschlossen | Drucken Drucken

Sonntagsnachmittags schauen mein Mann und ich immer “The Legend of the Seeker”. In den letzten Wochen ist es zur Gewohnheit geworden, dass wir dazu nicht nur ein Tässchen Kaffee genießen, sondern dass ich uns vorher auch immer eine “Kleinigkeit” backe.

Ich habe noch nie Blätterteig selbstgemacht. Tja und letzten Samstag hab ich meine Vorratsbestände kontrolliert und kurzerhand beschlossen, es am Sonntag einfach mal zu versuchen. Es sollte Schoko-Croissants geben!

Mein Fazit mal vorweg: Die Dinger sind irre lecker – ich konnte kaum die Finger davon lassen, aber der Aufwand ist sehr hoch. Ob er zu hoch ist, muss jeder für sich ausprobieren.

Zutaten:

1 Würfel Hefe
50 g (braunen) Zucker
15 g Salz
120 ml Wasser
120 ml Milch
500 g Mehl
insgesamt 290 g kalte (!) Butter
1 Eigelb
Blockschokolade

Los gehts:

Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Vertiefung machen. Die Hefe hineinbröckeln, Zucker darüberstreuen und beides mit dem lauwarmen Wasser-/Milchgemisch auflösen. Das Salz wird auf den Mehlrand gestreut. 40 g Butter schmelzen, zu der aufgelösten Hefe geben und alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Diesen dann abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

Danach den Teig nochmals gut durchkneten und ihn – widerrum abgedeckt – für zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

Kurz vor Ende der zwei Stunden kann man schon mal die verbliebenen 250 g Butter zwischen bemehltem Backpapier 1 cm dick rechteckig ausrollen. Dafür muss die Butter unbedingt sehr kalt sein, sonst klappt das nicht! Durch das Mehl lässt sich das Backpapier nach dem Ausrollen leichter lösen.

Ihr seht, das mit dem “rechteckig” hat bei mir nicht wirklich geklappt, vor allem ist kalte Butter ziemlich störrisch.

Dann rollt ihr den Teig ungefähr doppelt so groß aus, wie die Butter und stürzt die Butter in die Mitte des Teiges:

Dann wird der Teig von allen vier Seiten über die Butter geschlagen und dann wieder rechteckig ausgerollt, aber nur in eine Richtung, sodass ein langes Rechteck entsteht.
Dieses wird dann von beiden Seiten zur Mitte geschlagen:

So langsam klappts dann auch mit dem “rechteckig” *ggg*.

Nun hab ich den Teig auf Alufolie gelegt (vorsicht, dass der Teig nicht reißt) und wiederrum für 30-45 Minuten in den Kühlschrank gelegt. Jetzt legt ihr den Teig aber so vor euch hin, das die Naht horizontal ist, also nicht wie oben auf dem Bild sondern um 90° Grad gedreht. Jetzt wird er wieder in der Länge (in eine Richtung) ausgerollt – was ein ziemlicher Kraftakt ist –  und die Enden wieder in der Mitte gefaltet. Sollte der Teig zu weich geworden sein, muss er wieder in den Kühlschrank. Dann wird er nochmal um 90° Grad gedreht und wieder in der Länge ausgerollt.

Jetzt schneidet ihr den Teig in ausreichend große Dreiecke. Ich habe dafür einen eingemehlten Pizza-Roller benutzt, das ging ganz gut. Da man natürlich kaum exakt rechteckig ausrollen kann, bleibt ein bisschen Verschnitt. Diesen habe ich hier schon entfernt:

Jetzt die in Streifen geschnittene Blockschokolade auf die Dreiecke verteilen:

 

Nun von der langen Seite her aufrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Wie ihr beim oberen Bild ungefähr erkennen könnt, ist mein Teig noch ein wenig dick, ich hätte ihn noch dünner ausrollen müssen. Die Teiglinge noch mit Eigelb bestreichen und bei 200° C im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen, das hängt wie immer ganz vom Ofen ab. Ihr solltet immer wieder mal einen Blick in den Ofen werfen, denn die Croissants sind sehr schnell an dem Punkt, wo sie zu dunkel werden.

Was mich gestört hat war, dass die Croissants nach dem Backen in Butter geschwommen sind. Also ganz viel Butter war auf dem Blech und sorgte für nasse Füße. Ich kann nicht beurteilen, ob das bei professionellen Bäckern auch so ist, ich hätte aber erwartet, dass die ganze Butter in den Croissants bleibt. Ich denke mal, dass man sie nicht auf dem Rost backen kann, da würden sie sich wahrscheinlich durchbiegen. Aber vielleicht habt ihr ja eine Idee, wie man dieses Butterbad verhindern kann.

Auf jeden Fall sollten sie auf Küchenkrepp ein wenig abkühlen, um noch ein wenig von dem Fett aufzusaugen. Und dann … lauwarm genießen …

Viel Spaß beim Nachbacken und schlemmen! Ach ja … noch was … diese Leckerei geht übrigens ungefiltert vom Backblech auf die Hüfte …


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