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Allgemeines zu Bärlauch:
März ist Bärlauchzeit. Der Bärlauch ist verwandt mit Zwiebel, Knoblauch und Schnittlauch. Er wird in der Küche benutzt um z. B. Pesto herzustellen, man findet ihn verarbeitet in Käse, Butter und noch vielem mehr. Er hat einen knoblauchartigen Geruch und Geschmack, der aber deutlich schneller wieder im Mund verfliegt als der bekannte Knoblauchduft.
Ich persönliche finde Bärlauch mega-lecker und ich warte schon jedes Frühjar ganz ungeduldig darauf, ihn im Supermarkt oder auf dem Markt zu kaufen. Letztes Jahr habe ich mir das allerdings verkniffen. Mit fast 5 Euro pro Bund verging mir dann doch der Appetit.
Vor ca. zwei Wochen fand ich den ersten Bärlauch im Supermarkt für 2,99 € pro Bund. Nagut … da ich unbedingt mal wieder Pesto machen wollte, hab ich mir dann drei Bund in den Einkaufswagen gelegt. Eine ältere Dame sprach mich kurz darauf an, ob ich dieses immer noch recht teure Kraut wirklich kaufen wolle, warum ich nicht selbst pflücken gehe. Bis jetzt wusste ich nicht, wo der Bärlauch hier in der Umgebung wächst, aber sie hat es mir verraten. Sie meinte auch, ich bräuchte mir keine Sorgen machen, dass vielleicht die dort ausgeführten Hunde raufgepieselt hätten. Hunde würden den Geruch von Bärlauch nicht mögen und diesen deshalb meiden. Ich hoffe sie hat recht damit.
Mein Mann und ich beschlossen also kurzerhand, das nächste Wochenende zu nutzen um den Bärlauch zu suchen und eventuell zu ernten. Die Bunde in meinem Einkaufswagen wanderten wieder ins Regal zurück.
Nun kommt die Geschichte von Zweien die auszogen, den Bärlauch zu suchen. ![]()
Wir waren schon einige Zeit im Wald unterwegs, ohne dass wir die Stelle fanden, die die Dame uns beschrieben hatte. Aber so schnell geb ich ja nicht auf und wir wurden wirklich fündig:



Wieder zu Hause angekommen, wurde die “Beute” erstmal gründlich inspiziert und jedes einzelne Blatt kontrolliert und gewaschen. Vor dem Waschen:

und danach:

Wenn man sich auf die Suche nach Bärlauch macht, sollte man einiges beachten:
Bärlauch wird schnell mit dem Maiglöckchen, Herbstzeitlose oder dem Aronstab verwechselt.


Die Blätter sehen sich sehr ähnlich und man sollte unbedingt jedes einzelne gepflückte Blatt ausgiebig begutachten, um zu verhindern dass man sich mit den genannten Pflanzen vergiftet. Die Vergiftungen können sogar tödlich sein. Deshalb sollte jedes einzelne Blatt am Stiel zwischen den Fingern gerieben und ein Geruchstest am Stiel gemacht werden. Das ist eine sichere Unterscheidungsmöglichkeit zu den anderen Pflanzen.
Auch der Fuchsbandwurm ist ein Thema. Die Larven (oder Eier?) haften an den Blättern und man kann sie nur wirklich beseitigen, wenn man den Bärlauch auf über 70° C erhitzt. Bei der Herstellung von Pesto geht das natürlich nicht, deshalb ist der Verzehr hier wirklich Glückssache.
Fliegenlarven, die in den Blättern sitzen und sich durchfressen sind eigentlich gut zu erkennen an den Streifen, die sie in den Blättern hinterlassen. Diese Blätter sollten auf jeden Fall aussortiert werden.
Man sollte den Bärlauch unbedingt vor der Blüte schneiden. Nach der Blüte nehmen die Blätter einen bitteren Geschmack an.
Haltbarmachen des Bärlauchs:
Es gibt einige Möglichkeiten, den Bärlauch lange Zeit haltbar zu machen und übers Jahr zu genießen. Die erste Möglichkeit ist sicher das Herstellen von Pesto. Auch das Herstellen einer Gewürzpaste ist eine gute Variante. Pesto und Gewürzpaste halten sich im Kühlschrank ca. 8 Monate, wenn man darauf achtet, dass immer eine fingerbreite Ölschicht auf dem Bärlauch liegt und es keine Lufteinschlüsse gibt.Â
Einfrieren ist eine weitere Möglichkeit. Allerdings verliert das Blatt nach dem Auftauen die Stabilität. Man kann sie dann aber immer noch für Saucen oder zum Umwickeln von z. B. Fisch oder dgl. zu verwenden.
Das Herstellen von Gewürzöl hilft auch dabei, das Bärlauch-Aroma zu bewahren.
Zuletzt bleibt noch das Trocknen als klassische Methode, Gewürzpflanzen zu konservieren. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert, deshalb kann ich über die Dauer des Trockenvorgangs oder die Haltbarkeit nichts sagen. Wer schon Erfahrung damit gemacht hat, kann gern in den Kommentaren Tipps geben. In der nächsten Zeit werde ich hier noch einige Rezepte posten, in denen ich den Bärlauch verarbeitet habe.






Bärlauch ist klasse – ich habe ja im letzten Jahr auch selber gesammelt und bin mit einer großen Ausbeute nach Hause gegangen. Ob wir es wohl dieses Jahr wieder schaffen werden? Mal sehen…
Viele liebe Grüße von Kerstin